
Christiane Woopen: Wie viel Wissen braucht ein gutes Leben?
07:00 pm
PalaisPopulaire, Unter den Linden 5, 10117 Berlin
Wo gibt wissenschaftliches Wissen allein keine eindeutige Antwort mehr? Wo endet die Reichweite wissenschaftlicher Erkenntnis und wo beginnen Urteil und Abwägung? Die Medizinerin und Philosophin Christiane Woopen im Gespräch mit Peter-André Alt über Freiheit, Verantwortung und die Frage, was ein gutes Leben ausmacht.
Neue medizinische und technologische Möglichkeiten erweitern fortlaufend die Grenzen dessen, was wir über uns selbst erfahren können. In der Medizin lassen sich heute beispielsweise Risiken für Krankheiten erkennen, lange bevor diese ausbrechen. Doch was bedeutet es, von einer Krankheit zu erfahren, die vielleicht erst in Jahrzehnten auftritt – oder auch nie? Entsteht aus der Möglichkeit, etwas zu wissen, auch die Verpflichtung, entsprechend zu handeln?
Mit der Medizinerin und Philosophin Christiane Woopen wollen wir bei „Irritieren Sie mich“ darüber sprechen, welche Rolle Wissenschaft spielen kann, wenn unterschiedliche Werte und Interessen miteinander in Konflikt geraten. Christiane Woopen gehört zu den profiliertesten Stimmen in den ethischen Debatten unserer Zeit. Als Direktorin des Center for Life Ethics der Universität Bonn beschäftigt sie sich mit der Frage, wie medizinischer und technologischer Fortschritt unser Verständnis von Freiheit, Verantwortung und einem guten Leben verändert.
Ein Gespräch mit dem Literaturwissenschaftler und Sprecher der Wübben Stiftung Wissenschaft, Peter-André Alt, über die Möglichkeiten und Grenzen wissenschaftlicher Erkenntnis, über Medizin und Künstliche Intelligenz, über Selbstbestimmung und Verantwortung – und über die Frage, was ein gutes Leben auszeichnet.
In Kooperation mit der Jungen Akademie

Christiane Woopen ist seit 2021 Heinrich-Hertz-Professorin für Life Ethics an der Universität Bonn und Gründungsdirektorin des Center for Life Ethics. Die Medizinerin und Philosophin erforscht, wie technologische, wirtschaftliche und gesellschaftliche Veränderungen unser Leben beeinflussen und welche ethischen Fragen daraus entstehen. Sie war unter anderem Vorsitzende des Deutschen Ethikrates (2012–2016), Co-Sprecherin der Datenethikkommission der Bundesregierung (2018–2019) und Vorsitzende der European Group on Ethics in Science and New Technologies der Europäischen Kommission (2017–2021).
Veranstaltungsanmeldung
Irritieren Sie mich am 9. Dezember 2026, 19 Uhr (Einlass 18:30 Uhr) Die Veranstaltung geht bis 20:30 Uhr. Nach den Fragen aus dem Publikum lädt die Stiftung die Teilnehmer:innen zu Getränken und einem kleinen Imbiss ein.
Hinweis zu Film- und Fotoaufnahmen
Wir möchten Sie darauf hinweisen, dass bei unseren Veranstaltungen Fotos- und/oder Filmaufnahmen gemacht werden. Teilnehmer erklären sich damit einverstanden, dass Foto- und Filmaufnahmen von ihnen während der Veranstaltungen gefertigt werden. Sie sind mit einer zeitlich und räumlich unbeschränkten Nutzung dieser Aufnahmen durch die Stiftung und ihre Kooperationspartner einverstanden.
Irritieren Sie mich
Bereits zum achten Mal geben wir gemeinsam mit Gästen aus Wissenschaft und Gesellschaft überraschenden Ideen, vernachlässigten Fragen und ungewöhnlichen Forschungsansätzen Raum. Wir interessieren uns für Themen, die gewohnte Denkmuster in Frage stellen. Für neue Perspektiven, die zum Weiterdenken anregen. Und für Wissenschaftler:innen, die mit Neugier und Mut an die Grenzen des Wissens gehen – dorthin, wo Erkenntnis oft mit Irritation beginnt. Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme! Alle bisherigen Folgen finden Sie auch hier. Zudem wird es zukünftig auch einen Podcast zusätzlich zu den Veranstaltungen vor Ort geben.