Alexander Kies
©Falko Alex­an­der Bür­schin­ger
Sandpit
RWTH AachenSo­zi­al­wis­sen­schaf­ten

Revolution am Arbeitsplatz

Wie nah sind wir an der In­te­gra­ti­on von Gehirn-Com­pu­ter-Schnitt­stel­len in unseren Ar­beits­all­tag?

Die rasante Ent­wick­lung der Neu­ro­tech­no­lo­gie wirft Fragen auf: Wie nah sind wir an der In­te­gra­ti­on von Gehirn-Com­pu­ter-Schnitt­stel­len  in unseren Ar­beits­all­tag? Ein Sandpit-Event in Aachen brachte Expert:innen aus ver­schie­de­nen Dis­zi­pli­nen zu­sam­men, um über eine ver­ant­wor­tungs­vol­le Nutzung zu dis­ku­tie­ren. 

Was sich heute noch nach Science-Fiction anhört, kann morgen schon Rea­li­tät sein. Die tech­no­lo­gi­sche Ent­wick­lung schrei­tet so rasant voran, dass Politik und Ge­sell­schaft die Folgen oft gar nicht über­bli­cken. Wie lange wird es noch dauern, bis wir mit unseren Ge­dan­ken unser Smart Home steuern und Gehirn-Com­pu­ter-Schnitt­stel­len (Brain-Com­pu­ter In­ter­faces, kurz BCIs) auch unseren Ar­beits­all­tag prägen? 

„Viele glauben, das dauert noch Jahr­zehn­te", sagt Alex­an­der Kies von der RWTH Aachen, der die Aus­wir­kun­gen von Neu­ro­tech­no­lo­gie er­forscht. „Doch ein Un­ter­neh­men könnte seine Mit­ar­bei­ten­den schon nächste Woche mit neu­ro­tech­no­lo­gi­schen Head­sets aus­stat­ten.“ 

Mit kom­pak­ten EEG-Head­sets, die anhand von Elek­tro­den die elek­tri­sche Hirn­ak­ti­vi­tät aus­le­sen, lässt sich bereits ver­läss­lich über­wa­chen, ob An­ge­stell­te bei der Arbeit auf­merk­sam sind. Das kann sinn­voll sein‚ wenn sie große Mi­nen­bag­ger steuern oder, um Über­las­tung im Pfle­ge­be­reich zu ver­hin­dern. „Ge­hirn­wel­len zeigen, ob jemand kon­zen­triert ar­bei­tet, Videos schaut, auf­ge­regt, ge­stresst oder müde ist – oder auch, ob er Alz­hei­mer hat“, sagt Kies. „Die Tech­no­lo­gie hat Vor­tei­le und Nach­tei­le, die wir abwägen müssen.“

Of­fen­heit als Sandpit-Prinzip: Tech­ni­k­opti­mis­mus und kri­ti­sche Re­fle­xi­on

Im Oktober 2025 trafen sich 19 Expert:innen beim Sandpit „Big Brain Data“ in Aachen, um über eine ver­ant­wor­tungs­vol­le Nutzung von Neu­ro­tech­no­lo­gi­en nach­zu­den­ken. Das von der Wübben Stif­tung Wis­sen­schaft kon­zi­pier­te Sandpit-Format bringt jedes Jahr bis zu zehn in­ter­dis­zi­pli­nä­re Teams zu­sam­men, um neue For­schungs­fra­gen zu er­schlie­ßen. In Aachen waren Ver­tre­ter:innen aus So­zio­lo­gie, Mar­ke­ting, Ethik, Recht, Neu­ro­tech­no­lo­gie und Phi­lo­so­phie sowie von Neu­ro­tech­no­lo­gie-Her­stel­ler­fir­men, Ge­werk­schaf­ten und Be­hör­den dabei.

Ohne den Sandpit hätten die Per­spek­ti­ven nie zu­sam­men­ge­fun­den, weil BWLer nor­ma­ler­wei­se auf andere Kon­fe­ren­zen gehen als Phi­lo­so­phen oder Neu­ro­tech­no­lo­gen.

Alexander Kies

„Die breite Basis an Dis­zi­pli­nen ist genau das, was ein derart kom­ple­xes Thema braucht“, sagt Alex­an­der Kies, der die För­de­rung von der Wübben Stif­tung Wis­sen­schaft ein­ge­wor­ben hat. „Ohne den Sandpit hätten die Per­spek­ti­ven nie zu­sam­men­ge­fun­den, weil  BWLer nor­ma­ler­wei­se auf andere Kon­fe­ren­zen gehen als Phi­lo­so­phen oder Neu­ro­tech­no­lo­gen.“ So trafen in Aachen tech­ni­k­opti­mis­ti­sche auf kri­tisch-re­fle­xi­ve Sicht­wei­sen und bil­de­ten die Vor­aus­set­zung für eine offene Dis­kus­si­on über die Trag­wei­te und Re­gu­lie­rung neuer, „dis­rup­ti­ver“ Tech­no­lo­gi­en. 

Mit Wenco Mining Systems war ein Un­ter­neh­men dabei, das schon seit einigen Jahren EEG-Head­sets bei Fahrer:innen von 400-Tonnen-Mul­den­kip­pern zur Über­wa­chung von Er­mü­dungs­er­schei­nun­gen ein­setzt. Neura­ble Inc. und EMOTIV, zwei Her­stel­ler­fir­men von Neu­ro­tech­no­lo­gie, nahmen eben­falls teil, und brach­ten kon­kre­te Pra­xis­er­fah­run­gen in die Dis­kus­si­on ein. „So wurden Vor­ur­tei­le ge­gen­über der Tech­no­lo­gie ab­ge­baut und wir konnten kon­struk­tiv über eine ver­ant­wor­tungs­vol­le Nutzung von BCIs nach­den­ken, ohne sie über­re­gu­lie­ren zu wollen“, sagt Kies. 

Vom ersten Brain­stor­ming bis zum For­schungs­pro­jekt: In den Sand­pits der Wübben Stif­tung ent­ste­hen neue und mutige Ideen für die For­schung. Hier geht es zum För­der­pro­gramm

Das drei­tä­gi­ge Sandpit-Event begann mit einer pra­xis­be­zo­ge­nen Übung: Die Teil­neh­men­den tes­te­ten ak­tu­el­le EEG-Head­sets, bevor sie in­ten­siv über die Folgen dieser Tech­no­lo­gie nach­dach­ten. Der Mo­de­ra­tor nutzte krea­ti­ve Me­tho­den, um Neugier und den Aus­tausch von Fach­wis­sen in wech­seln­den Gruppen zu fördern.

In einer Gallery of Ques­ti­ons wurden die we­sent­li­chen Fragen zur neuen Tech­no­lo­gie fest­ge­hal­ten, in einer Gallery of Con­nec­tions in­halt­li­che Über­schnei­dun­gen ge­sam­melt, um Wege zu Ant­wor­ten auf­zu­zei­gen. Eine Gallery of Hopes, Ten­si­ons and Con­cerns er­laub­te es, per­sön­li­che Er­war­tun­gen und po­ten­zi­el­le Her­aus­for­de­run­gen offen zu the­ma­ti­sie­ren.

Die fol­gen­den zwei Tage des Sandpit be­weg­ten sich zwi­schen sach­li­chem Kar­tie­ren des kom­ple­xen The­men­felds, vi­sio­nä­rem Denken und kon­kre­tem Aus­ar­bei­ten von Ideen für kom­men­de For­schungs­fra­gen. „Am Ende hatten wir mehrere Ideen für zu­künf­ti­ge For­schungs­pro­jek­te – die wich­tigs­ten be­tra­fen die sys­te­ma­ti­sche Er­fas­sung po­ten­zi­el­ler An­wen­dungs­fäl­le von BCIs am Ar­beits­platz, wobei sowohl po­ten­zi­el­le Vor­tei­le als auch Her­aus­for­de­run­gen skiz­ziert wurden“, sagt Wexler.

Tech­ni­sche, ethi­sche, recht­li­che und an­wen­dungs­ori­en­tier­te Per­spek­ti­ven wurden zu­sam­men­ge­führt. Das hat gezeigt, dass BCI-In­no­va­tio­nen nur dann ge­dei­hen können, wenn alle diese Di­men­sio­nen be­rück­sich­tigt werden.

Emily Tetzlaff

Für Emily Tetzlaff, For­schungs­lei­te­rin von Wenco Mining Systems, war die Of­fen­heit der Gruppe ein wich­ti­ger Plus­punkt. „Tech­ni­sche, ethi­sche, recht­li­che und an­wen­dungs­ori­en­tier­te Per­spek­ti­ven wurden zu­sam­men­ge­führt. Das hat gezeigt, dass BCI-In­no­va­tio­nen nur dann ge­dei­hen können, wenn alle diese Di­men­sio­nen be­rück­sich­tigt werden“, sagt sie. In der Praxis bestehe ein „enormes Po­ten­zi­al“ für das weitere Wachs­tum von BCIs am Ar­beits­platz zur Un­ter­stüt­zung von Si­cher­heit, Wohl­be­fin­den und Leis­tungs­fä­hig­keit; be­son­ders in ri­si­ko­rei­chen, ar­beits­in­ten­si­ven und ko­gni­tiv an­spruchs­vol­len Um­ge­bun­gen wie dem Bergbau.

Anna Wexler, Pro­fes­so­rin für Me­di­zi­nethik und Ge­sund­heits­po­li­tik an der Uni­ver­si­ty of Penn­syl­va­nia, brachte die ethi­sche Di­men­si­on ins Ge­spräch. „Es gibt viele ethi­sche Her­aus­for­de­run­gen bei nicht-in­va­si­ven BCIs, vor allem Da­ten­schutz, die Gül­tig­keit von Un­ter­neh­mens­be­haup­tun­gen sowie ethi­sches Mar­ke­ting“, sagt Wexler.

Tetzlaff sieht die größte Her­aus­for­de­rung in der ver­ant­wor­tungs­vol­len Da­ten­nut­zung. „Da­ten­schutz, in­for­mier­te Ein­wil­li­gung, Trans­pa­renz, klare Zweck­bin­dung und Schutz vor Miss­brauch müssen ge­währ­leis­tet sein“, sagt sie. „Aber diese Her­aus­for­de­run­gen können über­wun­den werden, wie Wenco gezeigt hat.“

Der Sandpit als Auftakt für große For­schungs­vor­ha­ben

Alex­an­der Kies, der Sandpit-Or­ga­ni­sa­tor, zeigt sich zu­frie­den mit dem Er­geb­nis. „In drei Tagen kann man die Welt nicht ver­än­dern, aber wir haben unser Ziel er­reicht und Ansätze für pra­xis­na­he For­schungs­kon­zep­te ent­wi­ckelt“, sagt Kies. Be­son­ders wert­voll sei die Ver­net­zung, die durch den Sandpit ent­stan­den ist – als Basis für kom­men­de Ko­ope­ra­tio­nen.

Die Teil­neh­men­den denken groß. Sie wollen 2026 Anträge für Horizon Europe und einen ERC Star­ting Grant ein­rei­chen. „Der Fokus wird sein, die Policy-Per­spek­ti­ve von Neu­ro­tech­no­lo­gie auf­zu­ar­bei­ten und Richt­li­ni­en zu ent­wi­ckeln, wie Neu­ro­tech­no­lo­gie ‚für Gutes‘ ein­ge­setzt werden kann“, sagt Kies. Ein wei­te­res For­schungs­pro­jekt wird sich der Frage widmen, ob gerade Ge­hirn­da­ten be­son­ders schüt­zens­wert sind.

Emily Tetzlaff von Wenco hofft, dass aus dem Sandpit auch For­schung re­sul­tiert, die zeigt, wie reale An­wen­dungs­fäl­le mit starken ethi­schen Schutz­maß­nah­men kom­bi­nie­ren werden können. „Ins­be­son­de­re in Be­rei­chen, in denen BCIs die Si­cher­heit, Ge­sund­heit oder Bar­rie­re­frei­heit sinn­voll ver­bes­sern können“, sagt sie. Ihr Un­ter­neh­men ist offen für Ko­ope­ra­tio­nen.

Für Un­ter­neh­men ist es derzeit noch unklar, wo die Grenzen der Nutzung von Gehirn-Com­pu­ter-Schnitt­stel­len und Neu­ro­da­ten in der Ar­beits­welt liegen. Wir hoffen, dass wir mit unseren Über­le­gun­gen dazu bei­tra­gen, den Rahmen einer ver­ant­wor­tungs­vol­len Nutzung ab­zu­ste­cken.

Alexander Kies

Für Laura Bernáez Timón vom Centre for Future Ge­nera­ti­ons in Brüssel, einem Think Tank zum tech­no­lo­gi­schen Wandel, war eine wich­ti­ge Er­kennt­nis die Not­wen­dig­keit eines starken Neu­ro­tech­no­lo­gie- und BCI-Netz­werks in Europa, um eine um­fas­sen­de Dis­kus­si­on zu führen und die Öf­fent­lich­keit ein­zu­bin­den (siehe In­ter­view).

„Für Un­ter­neh­men ist es derzeit noch unklar, wo die Grenzen der Nutzung von Gehirn-Com­pu­ter-Schnitt­stel­len und Neu­ro­da­ten in der Ar­beits­welt liegen“, sagt Kies. „Wir hoffen, dass wir mit unseren Über­le­gun­gen dazu bei­tra­gen, den Rahmen einer ver­ant­wor­tungs­vol­len Nutzung ab­zu­ste­cken.“

Nach­ge­fragt bei: Laura Bernáez Timón

Wo sehen Sie das Po­ten­zi­al und die Her­aus­for­de­run­gen von Gehirn-Com­pu­ter-Schnitt­stel­len (BCIs)?
BCIs bieten die Mög­lich­keit, neue Formen der In­ter­ak­ti­on mit Tech­no­lo­gie jen­seits eta­blier­ter me­di­zi­ni­scher An­wen­dun­gen zu schaf­fen. Sie können unser Ver­ständ­nis des Gehirns ver­tie­fen und den Zugang zu Daten über die Ge­hirn­ge­sund­heit er­leich­tern. Die Her­aus­for­de­run­gen liegen darin, wie diese Systeme unsere Be­zie­hun­gen zu Men­schen, Ma­schi­nen und In­for­ma­tio­nen ver­än­dern – ins­be­son­de­re dort, wo sie mit künst­li­cher In­tel­li­genz zu­sam­men­wir­ken und Formen der Hy­per­per­so­na­li­sie­rung er­mög­li­chen. Zudem wächst die Sorge, dass Ge­hirn­si­gna­le von Kon­sum­ge­rä­ten miss­braucht werden könnten. Noch ist unklar, wie leicht bös­wil­li­ge Akteure solche Daten ex­tra­hie­ren und nutzen könnten, um Men­schen in ver­letz­li­chen Mo­men­ten – etwa bei Stress oder Mü­dig­keit – durch Des­in­for­ma­ti­on oder Werbung zu ma­ni­pu­lie­ren. Auch Fragen zu Zugang und Macht sind wei­ter­hin un­ge­löst, etwa wie diese Tech­no­lo­gi­en am Ar­beits­platz ein­ge­setzt werden könnten.

Was war die wich­tigs­te Er­kennt­nis aus dem Sandpit?
Eine zen­tra­le Er­kennt­nis ist, dass Europa ein stärker ver­netz­tes und ko­or­di­nier­tes System rund um BCIs und Neu­ro­tech­no­lo­gie be­nö­tigt. Das Feld ist stark in­ter­dis­zi­pli­när, doch viele Ak­teu­rin­nen und Akteure ar­bei­ten eher iso­liert als ge­mein­sam. Das Sandpit zeigte, wie pro­duk­tiv Dis­kus­sio­nen sein können, wenn un­ter­schied­li­che Per­spek­ti­ven zu­sam­men­kom­men. Eine ein­heit­li­che eu­ro­päi­sche Platt­form könnte dies fördern und zu­gleich die Kom­mu­ni­ka­ti­on mit der Öf­fent­lich­keit über Chancen, Risiken und die Be­deu­tung von BCIs ver­bes­sern. Gleich­zei­tig würde sie si­cher­stel­len, dass ver­schie­de­ne Sicht­wei­sen be­rück­sich­tigt werden. Ein wei­te­rer wich­ti­ger Punkt im Sandpit war die Debatte darüber, was Ge­hirn­da­ten tat­säch­lich ein­zig­ar­tig macht und wo die Grenzen der Mess­bar­keit von Ge­hirn­da­ten für Ver­brau­che­rin­nen und Ver­brau­cher liegen. Das Ken­nen­ler­nen un­ter­schied­li­cher, evi­denz­ba­sier­ter Ansätze war hilf­reich, da solche Fragen ent­schei­dend für die Aus­ge­stal­tung glaub­wür­di­ger Go­ver­nan­ce-Rah­men­wer­ke sind.

Welche Aus­wir­kun­gen er­hof­fen Sie sich vom Sandpit?
Das Sandpit hat gezeigt, wie wert­voll es ist, un­ter­schied­li­che Sta­ke­hol­der an einen Tisch zu bringen. Solche Formate schaf­fen Raum für kri­ti­sche Dis­kus­sio­nen und helfen, einen ver­ant­wor­tungs­vol­le­ren Weg für BCIs zu ge­stal­ten, bevor Tech­no­lo­gi­en flä­chen­de­ckend ein­ge­führt werden. Im An­schluss an die UNESCO-Emp­feh­lung zur Ethik der Neu­ro­tech­no­lo­gie im Jahr 2025 muss Europa nun seine eigene Debatte vor­an­trei­ben. Ein Format wie das Sandpit kann dazu bei­tra­gen zu klären, welche Tech­no­lo­gi­en die EU fördern sollte und unter welchen Be­din­gun­gen.

Laura Bernáez Timón
©Laura Bernáez Timón

Laura Bernáez Timón ist Neu­ro­wis­sen­schaft­le­rin und vertrat das Centre for Future Ge­nera­ti­ons, einen un­ab­hän­gi­gen Think- und Do-Tank in Brüssel, der ge­grün­det wurde, um Ent­schei­dungs­trä­ge­rin­nen und Ent­schei­dungs­trä­ger dabei zu un­ter­stüt­zen, rasante tech­no­lo­gi­sche Ver­än­de­run­gen vor­aus­zu­den­ken und zu steuern sowie si­cher­zu­stel­len, dass neue Tech­no­lo­gi­en wie Gehirn-Com­pu­ter-Schnitt­stel­len in einer Weise ent­wi­ckelt werden, die der Ge­sell­schaft zu­gu­te­kommt.

An­sprech­part­ner
Dr. Alex­an­der Kies, Service and Tech­no­lo­gy Mar­ke­ting (STM)
TIME Re­se­arch Area, School of Busi­ness and Eco­no­mics
RWTH Aachen Uni­ver­si­ty, kies@time.rwth-aachen.de